Bundesweite Verschärfung der Maskenpflicht?

Ministerium und Verbände sprechen sich für Ausweitung der Maskenplicht aus

Die seit 27. April in den meisten Bundesländern beschlossene Maskenpflicht im ÖPNV und Einzelhandel soll wohl möglich ausgeweitet werden. Das Verkehrsministerium rund um Minister Andreas Scheuer sprach sich für eine Verschärfung der Maskenpflicht in weitere Teile des öffentlichen Lebens aus. So soll künftig auch in Taxis, Fernbussen und der Bahn der Mund-Nase-Schutz getragen werden. Grund für die Ausweitung sieht das Ministerium in dem wieder Hochfahren des öffentlichen Lebens, da damit auch eine höhere Belastung auf die Verkehrsmittel wie Bus und Bahn zu kommen würde. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Mittwoch von einer Ausweitung der Maskenpflicht, konkrete Bereiche oder Maßnahmen nannte sie jedoch nicht.

Unternehmen wie Uber und Co nehmen bei Hygienemaßnahmen Vorreiterstellung ein

Schon am 28. April verhängte Uber und all ihre Partner Dienstleister eine Maskenpflicht für Fahrer und Kunden in ihren Fahrzeugen. Dies ist Teil eines von Uber erarbeiteten Hygiene Konzepts, welches neben der Maskenpflicht auch Trennfolien zwischen Fahrer und Fahrgast sowie regelmäßige Desinfektion der Fahrzeuge vorsieht. Ziel der Maßnahmen sei es einen geregelten Betrieb aufrecht zu erhalten und die Infektionen von Kunden und Dienstleistern so gering wie möglich zu halten.

Auch Taxiunternehmen folgten dem Beispiel des amerikanischen Konkurrenten. Auch ohne eine amtliche Anordnung haben sich viele Taxiunternehmen dazu entschlossen, eine Maskenpflicht sowie Trennwände bzw -folien in ihren Fahrzeugen zu installieren. Diese Maßnahmen geben den Fahrgästen wichtige Sicherheit und sind ein Schritt um gegen die drastisch sinkenden Fahrgastzahlen zu kämpfen.

Ob und in welcher Form eine Verschärfung der Maskenpflicht in naher Zukunft eingeführt wird ist noch unklar. Experten gehen jedoch stark davon aus, da so effektiv das Infektionsgeschehen gesenkt werden kann, ohne in großem Umfang in die Freiheitsrechte der Bürger einzugreifen.